Magdeburg (tn) l Die goldene Regel von O bis O ist vielen Autofahrern ein Begriff. Dann können sie nämlich ihren Fahrzeugen wieder die schönen Sommerschlappen aufziehen. Doch beim Radwechsel ist einiges zu beachten. Volksstimme.de zählt die wichtigsten Dinge auf. Wer sich dennoch unsicher ist, sollte seine Werkstatt des Vertrauens den Radwechsel vornehmen lassen.

Kein Drehmomentschlüssel genutzt

Damit die Kompletträder auch wirklich richtig fest angezogen sind, sollte unbedingt ein Drehmomentschlüssel verwendet werden. Wird ein falsches Anzugsmoment genutzt können die Schrauben überdrehen oder die Radmuttern kaputt gehen. Außerdem könnten die Schrauben auch unter zu hoher Spannung stehen und bei starken Bremsung brechen. Sitzen die Schrauben zu locker, können sie sich während der Fahrt lösen. Die Folgen wären in beiden Fällen  fatal. Das richtige Anzugsmoment findet man im Handbuch. Auf jeden Fall sollte die Schrauben nach 50 Kilometer Fahrt nachgezogen werden.

Wagenheber falsch angesetzt

Wagenheber sind echt tolle Erfindungen und ermöglichen den Radwechsel direkt vor der Haustür, doch falsch angesetzt können diese großen Schaden anrichten. Deswegen müssen diese beim Anheben des Wagen an der richtigen Stelle platziert werden. Diese Stellen sind von Auto zu Auto unterschiedlich. Auch hier hilft ein Blick ins Fahrzeughandbuch. Meistens sind die Stellen auch mit einem Dreieck oder Punkten markiert. Zudem sollte der richtige Untergrund genutzt werden. Die Fläche sollte eben und rutschfest sein. Gras oder Kopfsteinpflaster sind für Wagenheber tabu.

Keine Sichtprüfung gemacht

Wichtig ist bei der Montag der Räder auf die richtige Profiltiefe der Reifen. Diese sollte idealerweise bei Sommerrädern mindestens 2 Millimeter und bei Winterrädern mindestens 4 Millimeter betragen. Auch wenn der Gesetzgeber gerade einmal 1,6 Millimeter vorgibt, sollte man diese nicht unbedingt ausreizen. Außerdem sollten alle Räder auf eventuelle Beschädigungen achten. Dazu gehört auch die Abnutzung der Laufflächen.

Falscher Reifendruck

Elementar für ein sicheres Fahrerlebnis ist auch der richtige Druck auf den Reifen. Meistens steht dieser in den Innenseiten der Türen, im Tankdeckel oder im Fahrzeughandbuch. Wenn der Druck zu hoch oder zu niedrig ist, kann es zu schwammigen Fahrverhalten und hohem Verschleiß kommen.

Falsche Laufrichtung

Bei manchen Reifen geben Pfeile die Laufrichtung der Räder an. Meist steht an diesen zusätzlich noch „Direction" oder „Rotation". Wichtiger Hinweis kann zudem das Profil sein. Dieses ist meist U-förmig oder V-förmig. Ist der Reifen falsch montiert, verschleißt der Reifen schneller, der Kraftstoffverbrauch steigt und der TÜV kann sogar die Plakette verweigern.

Weitere wichtige Dinge

Wer ein direktes Reifendruckkontrollsystem (RDKS) hat, sollte die Räder nicht selber wechseln, denn die Sensoren müssen von einer Fachwerkstatt neu kalibriert werden. Bei einem indirekten RDKS müssen die Sensoren bei jedem Wechsel neu angelernt werden. Hier hilft das Handbuch weiter. Außerdem sollten Reifen immer richtig gelagert werden. Wichtig ist, dass die Schlappen an einem dunklen, trockenen und relativ kühlen Ort gelagert werden. Kompletträder sollten zudem an einem Felgenbaum aufgehangen oder zumindest gestapelt werden. Reifen ohne Felgen werden aufrecht gelagert und regelmäßig gedreht. Auch eventueller Rost sollte nicht missachtet werden. Rostige Schrauben sollten beim Wechsel gegen neue getauscht werden. Rostige Radnaben hingegen sollten zumindest mit einer Drahtbürste gesäubert werden. Kompletträder, vor allem neue, sollten ausgewuchtet werden.