Rheinbreitbach (dpa) - Für die einen ist die New Yorkerin Patricia Schultz eine geniale Bestsellerautorin, für andere die Begründerin des belastenden Bucketlist-Trends. So wird die Aufstellung aller Dinge genannt, die man vor seinem Tod erledigen will.

Das übe Druck auf Reisende aus, lautet eine beliebte Kritik. Schultz ist Verfasserin von "1000 Places to See Before You Die". Was auf Deutsch so viel heißt wie: 1000 Orte, die man vor seinem Tod gesehen haben sollte (oder muss). Nun ist das Buch auch als Bildband erhältlich - sozusagen als Geschenkausgabe.

Ursprünglich erschien das Werk in den USA im Jahr 2003, auf Deutsch dann 2005. Überarbeitet hat es die New Yorkerin Schultz nochmal grundsätzlich vor acht Jahren (auf Deutsch 2012 erschienen).

Von den 500 Seiten des neuen schweren Edelwälzers widmen sich gerade mal zwei Prozent Zielen in Deutschland, darunter sind natürlich der Kölner Dom, das Schloss Neuschwanstein und das Brandenburger Tor in Berlin, aber auch Baden-Baden, Heidelberg, Bamberg, Regensburg, Schloss Sanssouci in Potsdam, das Mittelrheintal, Quedlinburg im Harz, Lübeck, Sylt und Dresden.

Der deutsche Lizenz-Verleger Andreas Schulz vom Vistapoint-Verlag im rheinland-pfälzischen Rheinbreitbach nahe Koblenz erläutert, das "1000 Places..."-Buch habe viele Nachahmer gefunden. Das Original aber sei mit insgesamt 5 Millionen verkauften Exemplaren ein Weltbestseller, mehr als eine Million davon seien in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft worden.

Mit "Places" sind im Englischen übrigens nicht ganz so eindeutig "Orte" gemeint, sondern zum Teil auch Events, Feste, einzelne Sehenswürdigkeiten. So gehören zu den 1000 Places eben auch die "Bayerische Bierkultur" und das Oktoberfest in München sowie die Weihnachtsmärkte, in erster Linie der Christkindlesmarkt in Nürnberg.

Literatur:

Patricia Schultz: 1000 Places To See Before You Die, Bildband, 544 Seiten, Euro 49,90, Hardcover mit mehr als 1000 farbigen Abbildungen, Vista Point Verlag, ISBN-13: 978-3-86936-938-9