Tokio (dpa/tmn) - Beim Meiji-Schrein in Tokio befindet sich jetzt ein neues Museum. Entworfen wurde es vom japanischen Star-Architekten Kengo Kuma, der zum Beispiel auch für das National Stadium als Austragungsort der Olympischen Spiele verantwortlich ist. Darauf macht die Tourismusvertretung in Tokio aufmerksam.

Das Meiji Jingu Museum widmet sich einer entscheidenden Epoche der japanischen Geschichte: der Meiji-Zeit, benannt nach dem damaligen Kaiser Meiji (1852-1912). In dieser Phase wandelte sich Japan von einem Feudalstaat zu einer modernen Großmacht. Eingeleitet wurde sie 1868 mit dem Ende des Shogunats, der Herrschaft der Samurai. Der Kaiser erlangte seine alte Macht zurück.

Das Museum gehört zum Komplex rund um den Meiji-Schrein im Stadtteil Shibuya, umgeben von einem Parkgelände. Es erstreckt sich auf 3200 Quadratmetern über zwei Etagen. Die Architektur des Gebäudes ist durch Holz geprägt. Höhepunkt der Ausstellung ist die Kutsche, die Kaiser Meiji an dem Tag nutzte, an dem er die japanische Verfassung unterzeichnete. Das Ticket kostet 1000 Yen (8,30 Euro).

Infos zum Meiji-Schrein (Englisch)