Kiel (dpa) - Im Kampf gegen die Corona-Epidemie wird Schleswig-Holstein zur touristenfreien Zone. Neben einem 500-Millionen-Euro schweren Nothilfeprogramm zur Abfederung wirtschaftlicher Folgen beschloss die CDU-geführte Landesregierung weitere drastische Einschränkungen des Alltagslebens im Norden.

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus dürfen Touristen Schleswig-Holstein ab Mittwoch (18.3.) nicht mehr betreten. "Reisen aus touristischem Anlass in das Gebiet des Landes Schleswig-Holstein werden ab morgen untersagt. Das kann kontrolliert und ordnungsrechtlich durchgesetzt werden", sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP). Der Tourismus werde auf Null gebracht. Möglich ist nur noch die Anreise aus anderen privaten oder beruflichen Gründen.

Alle Beherbergungsbetriebe, Campingplätze und Jachthäfen für touristische Zwecke werden ab Mittwoch geschlossen. Die Abreise von Touristen müsse bis zum Donnerstag erfolgen. Auch der Tagestourismus findet nicht mehr statt. Entsprechende Regelungen werden laut Buchholz gemeinsam mit Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg gebracht. "Das heißt, dass sich Hamburgerinnen und Hamburger bitte nicht auf den Weg an die Nordsee, Ostsee und auch nicht an die Binnenseen machen", sagte Buchholz.

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