Mannheim (dpa/tmn) - Flugzeug, Bahn oder Fernbus: Diese Möglichkeiten haben Reisende, die in Deutschland oder im nahen Ausland unterwegs sind. Doch die Ticketpreise unterscheiden sich deutlich.

Sind die Preise angemessen? Das wollte eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) herausfinden. Die Ergebnisse:

Bahntickets sind zu teuer: Die Preise für Fahrkarten der Bahn hält die Mehrheit der Deutschen (59 Prozent) für zu hoch. Jeder Dritte (31 Prozent) findet die Preise angemessen. Niemand (0 Prozent) hält die Tarife für zu niedrig. Die Flugpreise findet die Mehrheit der Deutschen (57 Prozent) angemessen. Jeweils rund jeder Sechste (15 bzw. 16 Prozent) hält die Tarife für zu niedrig oder zu hoch. Bei Fernbussen sieht es noch einmal anders aus: Jeder vierte Verbraucher (26 Prozent) hält die Preise für zu niedrig, die Hälfte (49 Prozent) für angemessen und nur eine Minderheit (4 Prozent) für zu hoch.

Die Gewinne der Airlines werden überschätzt: Laut BDL verdient eine Airline an einem 100-Euro-Flugticket nur 94 Cent. Die Passagiere aber vermuten viel höhere Gewinne: 30 Prozent gehen von 20 Euro aus, 35 Prozent von 10 Euro und 24 Prozent von zumindest 5 Euro. Dass eine Airline 1 Euro an dem Ticket verdient, glauben nur 6 Prozent.

Bei Flugtickets zählt der Preis: Wer fliegt, achtet vor allem auf die Kosten: Für die große Mehrheit (91 Prozent) ist der Ticketpreis ein sehr wichtiges oder wichtiges Buchungskriterium. Danach folgen eine Direktverbindung (81 Prozent), günstige Abflugzeiten (77 Prozent) und der Ruf der Fluggesellschaft (67 Prozent). Für 44 Prozent kommt es auch auf das Service-Angebot an.

Im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) befragte die Forschungsgruppe Wahlen im September 2015 insgesamt 1031 Menschen in Deutschland.

BDL-Mitteilung zur Studie