Potsdam (dpa/tmn) - Immer mehr Urlauber checken für ihre Flüge online ein. Am Flughafen müssen sie dann nur noch zum Schalter, um Gepäck aufzugeben.

Doch auch dafür sollten sie ausreichend Zeit einplanen, rät Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Das gilt für alle Passagiere, die nicht bloß mit Handgepäck reisen.

"Wer zu spät am Gate erscheint, hat keinen Anspruch darauf, mitgenommen zu werden", warnt die Juristin. "Dabei ist es völlig egal, ob man rechtzeitig eingecheckt hat."

Die Wartezeit am Gepäckschalter wird gerne mal unterschätzt. An manchen Flughäfen gibt es dafür eigene Counter oder Automaten. Doch es kann auch sein, dass sich Passagiere in der Hauptschlange am Schalter anstellen müssen - mit den anderen Reisenden, die noch nicht zu Hause eingecheckt haben. Dann spart man keine Zeit.

Mitunter sind die Laufwege vom Check-in-Schalter durch die Sicherheitskontrolle bis zum Abflug-Gate lang. "Manche denken, sie würden von der Fluggesellschaft am Gate aufgerufen, wenn sie spät dran sind", sagt Fischer-Volk. "Aber das ist keine Pflicht."

Die Expertin rät auch dazu, nach Check-in und Sicherheitskontrolle stets noch einmal den Flugsteig zu überprüfen. Denn das Gate kann sich immer mal spontan ändern. Auch hier sei der Reisende in der Verantwortung, sich über eventuelle Gate-Wechsel zu informieren.