Schönhausen l „Ein wahrhaft glücklicher Tag für die großen und kleinen Bewohner des Spatzennestes!“ Kita-Leiterin Anja Marschall-Skuppin blickte gestern Vormittag beim Richtfest in strahlende Kinderaugen, auf zufriedene Planer, Bauarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter und alle anderen Wegbegleiter sowie auf Erzieherinnen und auch Eltern, die den Tag des Umzuges kaum erwarten können.

„Wir wollen das 66 Jahre alte Gemäuer bald in Rente schicken und freuen uns auf ein modernes Nest samt kindgerechtem Außengelände, das viele Möglichkeiten der Entfaltung, Freiraum und Ambiente bietet für die Kinder. Und für die Erzieher und Mitarbeiter motivierende Arbeitsbedingungen schafft. Was hier entsteht, macht den Weg frei für volles Kinderleben. Zukünftige Spatzen-Generationen werden fröhlich hineinfliegen und mit gut geschultem Rüstzeug für das Leben und die Schule wieder hinausflattern“, blickt Anja Marschall-Skuppin in die Zukunft.

Dank den Bauarbeitern

Der Rohbau des neuen Kindergartens mit Platz für dreimal 14 Krippenkinder und viermal 22 Kindergartenkinder sowie den dazugehörenden Sanitärbereichen und mit großen Mehrzweckraum steht. Das ist den zuverlässigen Handwerkern zu verdanken, „wir haben bei strömendem Regen und sengender Sonne mit euch gelitten“, gingen die Worte an René Schulz und sein Team vom örtlichen Baubetrieb und Sebastian Heinert von der Zimmerei aus Bertingen. Immer wieder waren sie bereit, sich von den Kindern über die Schulter schauen zu lassen. Derzeit sind es die Dachdecker aus Magdeburg eifrig bei der Arbeit, demnächst setzt eine Havelberger Firma die Fenster ein. Noch ein Dankeschön richtete die Leiterin an die Mitglieder des Verbandsgemeinderates vor dem Hintergrund der hohen Baukosten für „eine der bisher wohl mutigsten Entscheidungen“. Und an die Vorsitzende des Elternkuratoriums und des Fördervereins Caro Giese ging der freundschaftliche Dank für das stete Rückenstärken und auch die ganz praktische Hilfe wie beispielsweise den Kuchen für das Richtfest.

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All den Dankesworten schloss sich Bürgermeisterin Steffi Friedebold an, „erstaunlich, was seit dem 4. Mai alles passiert ist“. Sie zeigte sich begeistert von der perfekten Organisation – nicht nur des Richtfestes, sondern generell das gesamte Bauprojekt begleitend.

Zu den Gästen gehörten neben den Bauarbeitern und Verwaltung auch Eltern, Schönhausens Bürgermeister Jürgen Mund und der Landtagsabgeordnete Chris Schulenburg.

Die Kinder standen beim vom Förderverein und der Kita ausgerichteten Fest im Mittelpunkt. Sie sangen von fleißigen Handwerkern, spazierten mit großen Augen durch ihre künftigen Gruppenräume und sogar der wichtigste Akt bei einem Richtfest oblag einem Kind: Tayler Voigt durfte gut gesichert hoch oben auf dem Dach den symbolisch letzten Nagel ins Gebälk einschlagen. Die Kinder hatten den Fünfjährigen gewählt, „weil er stark und lieb ist“, begründete Lennard Bachmann aus der Schmetterlingsgruppe.

Beim Beisammensein bei Sekt, Schnittchen und Kuchen – angerichtet von den Küchenfeen – wurde auch über das nächste Projekt, das in den Startlöchern steht, geplaudert: der Umbau des Neubaugebäudes zum Hort. Um Bau- freiheit zu schaffen, ziehen die Hortkinder in die Schule und die 55 Kindergartenkinder nach Klietz ins „Storchennest“. Die Jüngsten aus der Krippe bleiben im Altbau.