Wanzleben l Die Rübenkampagne ist in vollem Gange. Wie in jedem Jahr donnern die „Rübenbomber“ auf ihrem Weg von den Äckern zur Zuckerfabrik Klein Wanzleben durch die Straßen der Ortschaften der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde. Und sorgen dort durch die Lärmbelästigungen für Ärger bei den Bürgern. Oftmals sind die Fahrer mit ihren tonnenschweren Lkw für das Gefühl der Anwohner zu schnell unterwegs.

„Wir bekennen uns zur Zuckerfabrik, wissen aber auch, dass es eine Belastung in der Zeit der Transporte gibt. Wir wollen aber, dass diese so gering wie möglich für die Bürger ist“, sagte Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates.

Landkreis will Verkehrszählung

Deshalb hatte die Stadt Wanzleben-Börde bereits am 13. August einen Antrag an den Landkreis Börde gestellt, in einigen Ortschaften wie Remkersleben, Klein Wanzleben, Eggenstedt und Bergen, die besonders belastet sind, während der Nachtstunden die Höchstgeschwindigkeit für Lkw auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen.

Die Straßenverkehrsbehörde des Kreises antwortete der Stadt Wanzleben, dass das Verhängen von 30er Zonen während der Rübenkampagne an bestimmte Bedingungen geknüpft sei. Dazu gehörten unter anderem Verkehrszählungen, deren Ergebnisse erst abgewartet werden müssten. „Unabhängig von der witterungsbedingten Ernte könnte man einfach auf die Zahlen des Vorjahres zurück greifen. Das wäre unbürokratisch, schnell und anliegerfreundlich, es geht um die Menschen, die an den vielbefahrenen Straßen wohnen“, verdeutlichte Kluge. Die Stadt befürchte nunmehr, dass die Rübenkampagne nahezu vorbei sein werde, bevor eine Regelung erfolge.

„Wir sollten direkt einen Brief an Verkehrsminister Thomas Webel schreiben“, sagte Martin Heine, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. Die Stadtverwaltung will seinen Vorschlag umsetzen.