Magdeburg (dpa/cm) | Sachsen-Anhalt greift den vom Preisverfall bei Milch bedrohten Bauern finanziell unter die Arme. Es könnten jetzt Bürgschaften des Landes in Anspruch genommen werden, erklärte Agrarminister Hermann Onko Aeikens (CDU) am Freitag im Landtag. Das Finanzministerium habe zudem der Stundung von Steuern zugestimmt. Pachtzahlungen bei Landesflächen könnten auch ausgesetzt werden oder Flächen vorübergehend an das Land verkauft und zurückgepachtet werden.

"Wir werden die Krise meistern", sagte Aeikens. In Sachsen-Anhalt gibt es nach Angaben des Bauernverbandes rund 120 000 Milchkühe. Bei den derzeitigen Preisen führe jede Milchkuh zu 1000 Euro Verlust im Jahr. Weltweit gibt es zurzeit ein Überangebot an Milch. Die EU-Kommission hatte Hilfen für Landwirte von 500 Millionen Euro, davon 70 Millionen Euro für Deutschland, beschlossen.