Die geplante Einstellung von bis zu 250 Hilfspolizisten zeigt: Die Personalnot bei der Polizei ist immens. Tausende Überstunden häufen sich an, die große Belastung ist auch ein Grund für die hohe Krankenquote. Viele Beamte kriechen auf dem Zahnfleisch. Die Schmerzgrenze ist erreicht. Es rächt sich jetzt, dass die CDU/SPD-Landesregierung unbeirrt an einem Personalkonzept festgehalten hat, das den stetig wachsenden Anforderungen an die Polizei schon lange nicht mehr Rechnung trägt. Es wird Jahre dauern, die Personallücke zu schließen. Dafür müssen Ausbildungskapazitäten erhöht und geeignete Bewerber gefunden werden.

Die Landtagsopposition hat Recht: Die geplante Einstellung von Hilfspolizisten ist eine Notlösung und das späte Eingeständnis, dass das Personalkonzept gescheitert ist. Gleichwohl sollte alles versucht werden, die Kollegen in den Revieren so schnell wie möglich zu entlasten. Der Einsatz von Hilfspolizisten kann die Lage entschärfen - zumindest ein bisschen.