Eisleben l  Andrė Poggenburg bleibt Landesvorsitzender der sachsen-anhaltischen AfD. Bei einem Landesparteitag in Eisleben setzte sich der 41-Jährige aus dem Burgenlandkreis am Sonnabend mit 110 zu 52 Stimmen gegen Dirk Hoffmann (52, Wittenberg) durch. Er ist seit 2014 Parteichef.

Poggenburg war nach der Landtagswahl am 13. März zum Vorsitzenden der Landtagsfraktion gewählt worden. Seinerzeit hatte er angekündigt, wegen der zusätzlichen Arbeitsbelastung nicht wieder für den Landesvorsitz anzutreten. Beim Parteitag warf ihm der AfD-Landtagsabgeordnete Robert Ferle deswegen einen"klaren Wortbruch" vor. Poggenburg entgegnete, es habe ein "spürbares Mitgliedervotum" gegeben, dass er noch einmal antrete.

Zuvor hatte Poggenburg die Bedeutung des Landesverbandes für die Bundespartei hervorgehoben. "Wir haben in Sachsen-Anhalt für die Bundespartei den Schritt hin zu einer nationalen Volkspartei gemacht." Die Landespartei habe sich von einem kaum beachteten Nachzügler zu einem "respektierten und geschätzten Vorreiter" entwickelt, betonte er. Bei der Landtagswahl seien die eigenen Zielvorstellungen "haushoch übertroffen" worden.

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Die AfD war am 13. März dieses Jahres auf Anhieb mit 24,2 Prozent der Stimmen in den Landtag eingezogen. Die AfD hat inzwischen nach eigenen Angaben 470 Mitglieder. Allein in diesem Jahr sind rund 150 neue Mitglieder hinzugekommen.

Für Aufregung sorgte der Bericht von Landesschatzmeister Alexander Raue. Die Kassenprüfer verweigerten ihm die Entlastung für die Jahre 2014 und 2015. Grund: Es hätten keine Unterlagen vorgelegen. Raue räumte ein, dies sei "verschlafen" worden. Er begründete dies damit, dass er in Urlaub gewesen sei. Von einer anschließenden Debatte zu Finanzangelegenheiten wurde die Presse kurzfristig ausgeschlossen.