Annaburg (dpa) l Ein Großbrand hat am Wochenende östlich der Lutherstadt Wittenberg rund 80 Hektar Wald- und Heidefläche zerstört. Das Feuer mit mehreren Brandstellen war am Freitagabend in der Annaburger Heide ausgebrochen und am Sonntag weitgehend unter Kontrolle, wie ein Sprecher der zuständigen Rettungsleitstelle sagte. "Wir werden noch bis in den Montag hinein mit Nachlöschrestarbeiten beschäftigt sein." Es komme wegen der vielen Glutnester immer wieder zu kleinen Bränden. "Die Situation ist nicht mehr dramatisch, aber wir müssen weiter wachsam sein."

Am Samstag waren zu Spitzenzeiten den Angaben zufolge 26 Löschfahrzeuge aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg und 120 Feuerwehrleute im Einsatz. Ein Hubschrauber der Bundeswehr habe die Kräfte am Ort zeitweise beim Löschen aus der Luft unterstützt, hieß es. Weite Teile der Annaburger Heide, in der es ausgedehnte Mischwälder mit Kiefern und Eichen gibt, werden als Übungsplatz der Bundeswehr genutzt. Brandenburgisches Gebiet war nach Auskunft des dortigen Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel nicht betroffen.

Noch 60 Feuerwehrleute vor Ort

Die Feuer hätten sich wegen der Trockenheit und des lebendigen Windes schnell ausgebreitet. Am Samstagabend seien die Einsatzkräfte getauscht worden, am Sonntag waren noch rund 60 Feuerwehrleute am Ort. Einsatzkräfte aus Brandenburg waren nach Angaben der Regionalleitstelle Lausitz am Sonntag nicht mehr im Einsatz. Auch der Bundeswehrhubschrauber müsse nicht mehr fliegen, hieß es.

Die Annaburger Heide erstreckt sich über die Ländergrenzen von Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Aufgrund der Rauchentwicklung seien Anwohner in den Bereichen Herzberg, Schlieben, Kremitzaue und Schönewalde in Brandenburg am Samstag gebeten worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimageräte abzuschalten. Die Ursache des Brandes war zunächst nicht bekannt.