Landesamt für Verbraucherschutz Zahlen verdoppelt: So viele Menschen starben 2021 in Sachsen-Anhalt bei Arbeitsunfällen
Im vergangenen Jahr sind in Sachsen-Anhalt mehrere Menschen bei Arbeitsunfällen ums Leben gekommen. Wo die Schwerpunkte liegen.

Halle (Saale)/dpa - Im Vorjahr hat sich die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Sachsen-Anhalt im Vergleich zu 2019 verdoppelt. Zehn Menschen hätten 2021 bei Unfällen im Arbeitsumfeld ihr Leben verloren, 2019 seien es fünf und 2020 sechs gewesen, teilte das Landesamt für Verbraucherschutz am Montag in Halle mit.
Dabei ließen sich dem Amt zufolge zwei Schwerpunkte ausmachen: So stünden drei tödliche Arbeitsunfälle in Verbindung mit Radladern und zwei mit Baumfällungen. Auf einer Baustelle sei 2021 ein Arbeiter infolge eines Stromschlags gestorben - tödliche Stürze oder Verschüttungen seien im Vorjahr nicht registriert worden, hieß es.
Weiterhin stünden zwei Todesfälle in Verbindung mit herabfallenden Strohballen und umstürzenden Maschinenteilen. Zudem wurde ein Arbeiter von einer sogenannten Scherenarbeitsbühne eingequetscht.
Ein Mensch starb bei Arbeiten an einem nicht stillgelegten Anlagenteil, teilte die Behörde mit, die eigenen Angaben zufolge jeden tödlichen Arbeitsunfall untersucht und die Erkenntnisse Polizei und Staatsanwaltschaft auf Anfrage zur Verfügung stellt.