Oschersleben l Das Oberlandesgericht in Naumburg hat eine Entscheidung der 10. Zivilkammer am Landgericht Magdeburg bestätigt. Einzelrichter Christian Löffler hatte Anfang dieses Jahres die Klage eines 47-Jährigen abgewiesen, der auf Schadensersatz in Höhe von 10.000 Euro geklagt hatte, die sein Unfallgegner zahlen sollte.

Ein Sauerländer hatte am 16. August 2015 mit seiner BMW S 1000 RR in der Motorsport Arena Oschersleben an einem Fahrtraining teilgenommen. In der „Hasseröder Kurve“ war es zur Berührung mit einer weniger hoch motorisierten Triumph Speed Triple gekommen, die ihn überholen wollte. Beim Sturz wurde die BMW schwer beschädigt. Der Fahranfänger hatte die Schuld bei dem Überholenden gesehen und geklagt.

Zivilrichter Löffler hatte seine Klageabweisung damit begündet, dass der Kläger Auslöser des Crashs war, weil er in der Kurve seine Fahrlinie verlassen habe. Damit habe er sich nicht an die örtlichen Gegebenheiten gehalten und seine Fähigkeiten überschätzt.

Das OLG begründete die Klageabweisung anders. Die Richter sehen im rasanten Fahrtraining eine „Rennveranstaltung“ und für die gelte eine „stillschweigender Haftungsausschluss“. Der Beklagte habe nicht grob fahrlässig gehandelt.