Goslar l Wenn Polizisten zu Einsätzen ausrücken, sind oft Allrounder-Kenntnisse gefragt. So am Dienstag, als die Beamten aus dem niedersächsischen Langelsheim der tierische Notruf einer Frau erreichte. Ein Eichhörnchen, das beim Überqueren einer Straße wohl ein Auto übersehen und sich eine blutige Nase geholt hatte. Während die Frau nicht so recht wusste, was zu tun ist, präsentierten sich die Beamten als Profis. Sie betteten ihren kleinen Patienten in eine Pappkiste, machten aus dem Streifen- einen Rettungswagen und düsten mit Blaulicht zum Seesener Tierarzt Dr. Uwe Beyerbach.

Der 78-jährige einstige Falkner, der im Westharz als Experte für Wildtiere gehandelt wird, nahm das kleine Unfallopfer sofort stationär auf. Wie einst einen Mäusebussard, der zig Kilometer in der Kühlerhaube eines Lkw überstanden hatte und anschließend in der Beyerbach‘schen Tierklinik aufgepäppelt wurde. „Ein erster Befund ergab, dass das Eichhörnchen wohl wieder fit wird“, lässt Hauptkommissar Otto Brodthage seinen tierischen Rettungsbericht enden.