Magdeburg l Die ersten stationären Autobahnblitzer in Sachsen-Anhalt werden ab Dienstag scharf geschaltet. Das erklärte Innenministeriumssprecher Stefan Brodtrück auf Nachfrage. Zuvor hatte es einen Probebetrieb und eine Abnahme der Geräte durch das Eichamt gegeben.

Die beiden Messanlagen stehen in Fahrtrichtung Hannover zwischen den Anschlussstellen Rothensee und Magdeburg-Zentrum sowie in Fahrtrichtung Berlin zwischen den Anschlüssen Bornstedt und Irxleben. Da es auf diesen Abschnitten kein generelles Tempolimit gibt, sind die Geräte mit den elektronischen Schilderbrücken gekoppelt. Die Anlagen lösen also nur aus, wenn ein dort angezeigtes Tempolimit überschritten worden ist. Eine Ausnahme bilden Lastwagen und Busse, deren Geschwindigkeitsbegrenzung die Straßenverkehrsordnung festlegt. In der Regel sind das für Laster 80 km/h und für Busse 100 km/h, wenn sie ein entsprechendes Tempo-Schild haben. Die Blitzerfotos werden mit den Daten verschlüsselt und über eine gesicherte Datenleitung in die Zentrale Bußgeldstelle geschickt. Erst dort erfolgt die Auswertung.

An beiden Messstellen kommen die gemieteten Mess-Systeme TraffiStar S 330 der Firma Jenoptik zum Einsatz. Jede der drei Fahrspuren ist mit jeweils einer Kamera und einem eigenen Blitzgerät also insgesamt sechs "Augen" ausgerüstet. Zunächst läuft die Anlage zwei Jahre und soll anschließend auf ihre Wirksamkeit bewertet werden.

Solche stationären Anlagen gibt es auf der A 2 bisher auch in Höhe Braunschweig und Peine.