Magdeburg l Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 2 zwischen Magdeburg und Ziesar sind am Mittwochabend fünf Menschen verletzt worden - zwei schwer und drei leicht. Nach ersten Angaben der Polizei war  ein Autotransporter in Richtung Berlin unterwegs, als sich hinter der Anschlussstelle Theeßen ein Rad von seinem  Anhänger löste. Der Fahrzeugführer verlor daraufhin die Kontrolle über seinen Transporter, kam ins Schleudern und stellte sich quer. Ein Pkw konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in den Lkw. Dabei wurden die beiden Insassen in dem völlig zerstörten Lada eingeklemmt. Sekunden später fuhren zwei weitere Pkw  in die Unfallstelle. Auch diese beiden Fahrer wurden verletzt. Da das abgerissene Rad des Autotransporters auf die Gegenfahrbahn Richtung schleuderte, verunglückte dort auch noch ein Pkw. Dessen Autofahrer erlitt ebenfalls Verletzungen.

Die Feuerwehr musste vier Unfallopfer retten und erstversorgen. Einsatzleiter Armin Mänl: „Wir haben die beiden Personen aus dem Lada befreit." Mit hydraulischen Bergungsgerät und unter Anleitung des Rettungsdienstes konnten die beiden schwerverletzten Personen zügig aus dem Autowrack geholt werden. Sie kamen in ein Krankenhaus. Auch die anderen Verletzten wurden noch vor Ort notärztlich versorgt und in eine  Klinik gebracht. Die anderen Autofahrer wurden leicht verletzt.

Auch bei diesem Unfall gab es wieder ein Problem mit der Rettungsgasse: „Die Anfahrt für unsere Einsatzkräfte war eine mittlere Katastrophe. Es gab keine Rettungsgasse. Man müsste im Nachgang Strafen für die Autofahrer aussprechen, die unsere Anfahrt blockiert haben", so Mänl. Die Aufräumarbeiten zogen sich etwa vier Stunden hin. Unter anderem mussten die Fahrzeuge des verunglückten Autotransporters umgeladen werden. Für den Zeitraum der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die A2 in Richtung Berlin voll gesperrt. Die Sperrung dauerte laut Polizei etwa sechs Stunden. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau.  Es entstand ein Schaden von mehr als 100.000 Euro.