Haldensleben l Das komplette Areal der früheren Heilanstalt Haldensleben wurde als autarke Einheit geplant und 1927 bis 1935 nach den Entwürfen von Architekt Karl Bonatz errichtet. Neben den eigentlichen Krankenhausgebäuden und den Wohnhäusern für Pflegepersonal und Ärzte gab es ein Gesellschaftshaus, einen Gutshof und eine Gärtnerei, eine Waschküche, eine Kochküche und ein Kesselhaus. Die Wasserversorgung wurde durch einen Brunnen und einen Wasserturm gewährleistet. Die Baukosten der kompletten Anlage beliefen sich auf fast drei Millionen Reichsmark.

Die schlichte, funktionale Formensprache der Gebäude ist typisch für das Bauen der Moderne. Die Konzeption orientierte sich stark an der zeitgenössischen Idee der Gartenstadt. Grünflächen und Gärten sollten für Patienten und Personal eine angenehme Wohn- und Arbeitsatmosphäre schaffen. So besitzt jedes der Häuser des Pflegerdorfes einen Vorgarten und einen großen Nutzgarten. „Auch heute noch wird ein Großteil vom Klinikpersonal bewohnt“, erzählt Yvonne Eichelmann, Pressesprecherin des Ameos Klinikums. Mittlerweile seien die Häuser aber in Privatbesitz.

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