Plötzkau (dpa) l Baufahrzeuge und Arbeiter werden bis Jahresende 2017 auf Sachsen-Anhalts Autobahnen häufig zu sehen sein – und für Behinderungen sorgen. Für neun Abschnitte der A2, A9, A14 und A38 stünden teils umfangreiche Instandsetzungs- und Erhaltungsmaßnahmen an, sagte Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) Sachsen-Anhalt am Freitag in Plötzkau (Salzlandkreis). Schwerpunkt sei mit fünf Maßnahmen die A14, die größte Baustelle werde auf der A9 eingerichtet. Fahrbahnsanierungen seien auch für Abschnitte der sogenannten Nordharzautobahn B6n geplant. 

Insgesamt seien 52 Autobahnkilometer betroffen, auf 30 davon werde es einen grundhaften Ausbau, also Arbeiten an der gesamten Trasse geben. Für Autofahrer bedeutet das: Stau und Umleitungen. "Unsere Autobahnen sind nicht mehr neu. Viele Teile haben die 20 Jahre schon erreicht", sagte Langkammer. Der Verschleiß durch das hohe Verkehrsaufkommen sei enorm, die Lebensdauer einer Autobahnasphaltdecke liege bei etwa 12 bis 15 Jahre. Aber auch Brücken und Anschlussstellen stünden auf der umfangreichen Agenda.

Allein für die Autobahnmaßnahmen seien 53 Millionen Euro Bundesmittel vorgesehen, insgesamt sollen 66 Millionen Euro verbaut werden. Gearbeitet werde meist zwischen Mai und Dezember, das Wetter sei aber kaum abschätzbar. "Es ist immer kontraproduktiv, wenn im Oktober schon 30 Zentimeter Schnee liegen", so Langkammer.

Größte Baustelle auf Autobahn 9

Die mit Abstand größte Baustelle werde auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Dessau-Süd und Bitterfeld-Wolfen (Fahrtrichtung München) eingerichtet. "Auf knapp 14 Kilometern Länge wird alles grundhaft erneuert", sagte Peter Stempel, LSBB-Fachbereichsleiter Straßenbau Autobahnen. Etwa 19 Millionen Euro stünden dafür bereit. Im Zeitplan habe eine Besonderheit beachtet werden müssen. "Wegen Veranstaltungen rund um Luther in Wittenberg können wir erst nach dem 28. Mai richtig loslegen." Davor werde alles vorbereitet.

Baustellenschwerpunkt sei die A14 (Magdeburg-Dresden). Fünf Maßnahmen werden laut Plan teilweise zeitgleich umgesetzt, beide  Fahrtrichtungen sind betroffen. Mit knapp zehn Kilometern Länge warte die längste Baustelle zwischen Plötzkau und Halle-Trotha auf die Autofahrer.