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Beauftragter mahnt zu Datenschutz nach Abbau der Testzentren

Von dpa
Die vielen Testzentren hätten neben Namen und Adressen auch besonders sensible Daten wie Ausweisnummern erfasst. Symbolfoto: Ole Spata/dpa/Archivbild
Die vielen Testzentren hätten neben Namen und Adressen auch besonders sensible Daten wie Ausweisnummern erfasst. Symbolfoto: Ole Spata/dpa/Archivbild dpa

Magdeburg - Sachsen-Anhalts oberster Datenschützer hat vor einem Missbrauch der Datensätze von Corona-Testzentren gewarnt. Die vielen Testzentren hätten neben Namen und Adressen auch besonders sensible Daten wie Ausweisnummern erfasst, teilte Albert Cohaus am Montag mit, der den eigentlich vakanten Posten des Landesbeauftragten für Datenschutz derzeit stellvertretend ausführt. „Damit liegen den Testzentren nicht nur sensible Gesundheitsdaten vor, sondern auch die entscheidenden Daten für einen Identitätsdiebstahl“, heißt es in der Mitteilung.

Viele der Betreiber würden nach der Pandemie wieder das Geschäftsfeld wechseln oder ihre Tätigkeit gänzlich einstellen. „Hier muss dringend Vorsorge getroffen werden, dass die Datensätze so geschützt werden, dass sie keiner missbrauchen kann.“ Dabei sieht Cohaus auch die Behörden in der Pflicht. „Natürlich treffen die datenschutzrechtlichen Verpflichtungen insbesondere die Betreiber“, sagte Cohaus. „Aber auch die Gesundheitsämter haben durch die Beauftragung eine Mitverantwortung für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Datenmissbrauch.“

Der Landesbeauftragte hat für die Ämter und Testzentren Hinweise zum Datenschutz auf seiner Website veröffentlicht. Die Betreiber könnten sich außerdem beim Bundesgesundheitsministerium in Fragen des Datenschutzes beraten lassen.