Magdeburg l Ein 60-jähriger Mann aus Gifhorn (Niedersachsen) steht im Verdacht, eine 67-jährige Magdeburgerin betrogen zu haben. So soll der Mann seit Mitte 2016 mehrere Tausend Euro ergaunert haben. Am 20. Februar konnte die Polizei den mutmaßlichen Betrüger in der Wohnung der 67-Jährigen stellen.

Der 60-Jährige hatte der Magdeburgerin gesagt, er sammele Spendengelder für Schulen und kirchliche Kindereinrichtungen. In diesem Rahmen besuchte der Mann die 67-Jährige beinahe wöchentlich und forderte teils aufdringlich Geld. Wenn die Magdeburgerin sich weigerte, drohte der Niedersachse sofort mit dem Gerichtsvollzieher. Um auch schnell an das Geld zu kommen, begleitete der mutmaßliche Betrüger die Frau zur Sparkasse beim Geld abheben. Als Gegenleistung brachte er der Magdeburgerin Postkarten mit - angeblich von den Kindern gemalt.

Polizei bittet um Hinweise

Nun sucht die Polizei nach weiteren Geschädigten und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer wurde in der Vergangenheit von einem großen, schlanken Mann - etwa 60 Jahre alt - aufgesucht und wie oben beschrieben um Spenden gebeten oder ähnlich bedrängt. Hinweise nimmt die Polizei in Magdeburg unter 0391/5463292 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Die Polizei warnt vor solchen und ähnlichen Betrugsmaschen. "Lassen Sie keine fremden Menschen in Ihre Wohnung und reagieren Sie misstrauisch gegenüber jeglichen Bargeldforderungen. Egal, welche Geschichte hinter der Forderung steckt, überprüfen und kontaktieren Sie selbst den benannten Empfänger. Lassen Sie sich nicht beeindrucken durch mitleiderregende Geschichten oder gar Fotos. Nicht sofort das Geld auf der Straße oder an der Haustür übergeben, prüfen Sie erst, wer sich dahinter verbirgt. Nicht unter Druck setzen lassen, keine Fördermitgliedschaften unterschreiben", rät ein Polizeisprecher.