Berlin l Magdeburg ist weiter: Wie die europäische Jury am Donnerstag in Berlin bekanntgab, ist Magdeburg weiter im Rennen um den Titel "Europäische Kulturhauptstadt 2025". Mit dem Motto "Out of the Void", was übersetzt so viel wie "Raus aus der Leere" bedeutet, hat es Magdeburg auf die Shortlist und damit ins Finale geschafft. "Ich freue mich sehr. Ich bin zwar schon lange dabei, aber ich war selten so angespannt", sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper direkt nach der Verkündung.

Neben Magdeburg dürfen auch Chemnitz, Hannover, Nürnberg und Hildesheim weiter auf den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025" hoffen. Mit Dresden, Gera und Zittau schieden drei andere ostdeutsche Städte hingegen aus. Dass gleich fünf Städte den Sprung in die nächste Runde geschafft haben, darf durchaus als Überraschung bezeichnet werden. "Das lag aber nicht am fehlenden Mut der Jury, sondern daran, dass wir diesen fünf Städten zutrauen, die Kriterien für den Titel 'Kulturhauptstadt Europas' zu erfüllen", sagte Jury-Vorsitzende Sylvia Amann.

Vor der Verkündung am Donnerstag hatten die jeweiligen Kandidatenstädte zuvor jeweils in einer 30-minütigen Präsentation noch einmal die Gelegenheit, ihr Konzept vorzutragen. Magdeburg war ebenso wie Hildesheim, Nürnberg und Zittau am Mittwoch, dem zweiten Vorstellungstag, vor die zwölfköpfige, international bestückte Jury getreten. Das Bewerbungsbuch mit dem Motto "Raus aus der leer" (Out of the void, engl.) hatte die Stadt bereits im September eingereicht.

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Im Herbst 2020 soll die Stadt bestimmt werden, die für Deutschland im Jahr 2025 eine der beiden Kulturhauptstädte Europas sein soll. Die Empfehlung der Jury muss dann von Bund und Ländern in eine formelle Ernennung umgewandelt werden. Die zweite Kulturhauptstadt 2025 stellt Slowenien.

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