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Bilanz zum Artenschutz: 400 Projekte in Sachsen-Anhalt gefördert

Von dpa
Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt spricht.
Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt spricht. Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Magdeburg - Sachsen-Anhalt hat seit 2017 mehr als 400 Projekte zum Artenschutz gefördert. Aus dem Landesprogramm Artensofortförderung habe das Land allein in den vergangenen zweieinhalb Jahren 13,5 Millionen Euro in Vorhaben zum Arten- und Gewässerschutz gesteckt, teilte das Umweltministerium mit. „Die aus Landesmitteln finanzierte Artensofortförderung hat sich bewährt und wird gebraucht“, sagte Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne). Die geförderten Projekte seien klein aber wirksam.

Fünf Millionen Euro stehen in dem Programm jährlich bereit. 264 Maßnahmen finanzierte das Land bislang mit den Mitteln, dazu kommen 139 Projekte aus dem Umweltsofortprogramm von 2017. Damit habe die Landesregierung lange geplante Vorhaben umsetzen können, sagte Dalbert. „Zum Teil schlummerten Teichsanierungen, Pläne für Sohlgleiten oder die Pflege von Streuobstwiesen schon lange in den Schubladen, doch es fehlte oft an den Mitteln, die Maßnahmen durchzuführen.“

Mit dem Programm will das Land vor allem Projekte fördern, die durch geringen Aufwand eine schnelle Wirkung für den Artenschutz erzielen. Am Montag unterzeichnete Dalbert etwa einen Vertrag über die Sanierung des Waschhausteichs in Harbke (Landkreis Börde). Der Teich soll entschlammt werden, das Land gibt 338.000 Euro dazu. „Dann werden sich die seltene und streng geschützte Erdkröte und hoffentlich auch der Grasfrosch und der Teichmolch wieder wohl fühlen.“