Kontrolle eskaliert

Polizeikontrolle im Dessauer Bahnhof eskaliert: "Schwarzfahrer" bedroht Beamte mit Hammer und Axt

Am Donnerstagmorgen eskalierte eine Zugfahrt der S-Bahnlinie 8 von Bitterfeld in Richtung Dessau völlig. Eine Zugbegleiterin benötigte die Hilfe der Bundespolizei, nachdem sie einen Mann ohne gültigen Fahrausweis kontrollierte.

Dessau (vs). Am frühen Donnerstagmorgen gegen 4.25 Uhr kontrollierte eine Zugbegleiterin einen 40-Jährigen in der S-Bahn. Wie sich herausstellte, fuhr dieser ohne gültigen Fahrschein. Beim Eintreffen der S-Bahn auf dem Bahnsteig 2 des Dessauer Hauptbahnhofes, wurde der Mann dann gebeten, den Zug zu verlassen und den Beamten der Bundespolizei zur Identitätsfeststellung auf den Bahnsteig zu folgen. Der Mann kam der Aufforderung nach, doch als er von den Polizisten aufgefordert wurde sich auszuweisen, schlug seine Stimmung schlagartig um.

"Schwarzfahrer" führt Einkaufswagen mit sich - in diesem befanden sich Waffen

Der 40-Jährige schmiss sich auf den Boden und reagierte dementsprechend sehr unkooperativ und lautstark. Als die Beamten ihm seine Bauchtasche abnahmen um nach einem Ausweispapier zu suchen, wurde der "Schwarzfahrer" noch agressiver. Da der Mann einen Einkaufswagen mit sich führte, versteckte er in diesem mehrere Utensilien, die den Polizisten unbemerkt blieben. Plötzlich warf der 40-Jährige einen Hammer in Richtung der Beamten, den er in dem Wagen versteckt hatte. Glücklicherweise verfehlte er diese.

Daraufhin nahm er eine Axt und bedrohte die Polizisten damit. Diese sahen sich dadurch gezwungen, Pfefferspray gegen den "Schwarzfahrer" einzusetzen. Seinen anschließenden Fluchtversuch konnten die Beamten stoppen, indem sie den Mann zu Boden brachten und fesselten. Dabei leistete er vehement Widerstand. Die Polizisten brachten den Mann in die Dienststelle des Hauptbahnhofs Dessau, wo dem Angreifer Erste Hilfe aufgrund des Pfefferspray-Einsatzes geleistet und ein Rettungswagen angefordert wurde. Bei der Durchsuchung seiner mitgeführten Sachen wurden des Weiteren eine Brechstange sowie zwei Küchenmesser gefunden.

Bei der Personalienüberprüfung stellte sich dann heraus, dass die Staatsanwaltschaft Stendal den aktuellen Aufenthaltsort des Mannes ersuchte.

Gegen den 40-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Erschleichen von Leistungen, gefährlicher Körperverletzung im Versuch und Widerstand gegen sowie tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet.