Magdeburg l In der neuen Bundesregierung wird kein Politiker aus Sachsen-Anhalt vertreten sein, weder als Minister noch als Parlamentarischer Staatssekretär. Während das bei der SPD absehbar war, hatte Sachsen-Anhalts CDU bis zuletzt auf einen Staatssekretärs-Posten gehofft – vergeblich.

Sachsen-Anhalts CDU-Generalsekretär Sven Schulze sagte der Volksstimme schwer enttäuscht: „Wir hatten mit Tino Sorge einen sehr guten Staatssekretärs-Kandidaten aus Sachsen-Anhalt für den Bereich Gesundheit ins Spiel gebracht. Die Kanzlerin hat sich am Ende aber anders entschieden.“ Sorge arbeitet als Magdeburger Bundestagsabgeordneter seit vier Jahren im Gesundheitsausschuss. Sein Kommentar: „Sachsen-Anhalt ist mal wieder komplett leer ausgegangen. Echt schade.“

Schulze führt das auch auf den fehlenden Einfluss in Berlin zurück: „Es sind mit Reiner Haseloff, Thomas Webel und mir zu wenige Landespolitiker, die regelmäßig in Berlin auftauchen und Lobbyarbeit für Sachsen-Anhalt machen.“ Ist die Entscheidung ein Affront? „Wir stellen seit 2002 den Ministerpräsidenten – zweimal Böhmer, zweimal Haseloff –, haben trotz des Erstarkens der AfD alle Wahlkreise gewonnen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und müssten deshalb bedacht werden.“ Berücksichtigt hingegen wurden als Staatsekretäre bei der CDU Marco Wanderwitz (Sachsen), Michael Stübgen (Brandenburg) und Christian Hirte (Thüringen), bei der SPD Stefan Zierke (Brandenburg).

Der Pro-Kommentar zum Thema von Steffen Honig.

Der Kontra-Kommentar zum Thema von Alois Kösters.