Grünen-Fraktion bezeichnet Aktion als Panikmache

Bürgerinitiative Saale-Bündnis demonstriert vor dem Landtag

Magdeburg (dpa). Vor Beginn der Landtagssitzung in Magdeburg haben gestern mehr als 100 Mitglieder und Unterstützer der Bürgerinitiative Saale-Bündnis gegen die Abwertung des Flusses als Wasserstraße protestiert. Nach Plänen des Bundesverkehrsministeriums soll die Saale künftig in die Kategorie Restwasserstraße fallen. Das würde bedeuten, dass kein Saale-Seiten-Kanal gebaut wird, über den seit Jahren gestritten wird. Das Bündnis befürchtet, dass künftig kein Geld mehr für den Ausbau und die Unterhaltung des Flusses zur Verfügung steht und sogar die Schleusen stillgelegt werden. "Wir brauchen eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Davon hängen die Wirtschaft, der Tourismus und die Freizeitschifffahrt der Region ab", sagte der Präsident des Bündnisses, Manfred Sprinzek.

Die Grünen-Fraktion bezeichnete die Aktion als Panikmache. Ein Anruf in Berlin habe ergeben, dass das Bundesverkehrsministerium sich weiter um die Instandhaltung des Flusses - gerade auch der Schleusen - kümmern werde.