Magdeburg l Der Programmierwettbewerb ist Teil der Vorlesung „Algorithmen und Datenstrukturen“ der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und wird veranstaltet von Acagamics e. V. in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Informatik.

Bei dem Acagamics Award haben Spielentwickler die Möglichkeit, ihre programmierten Spiele einer Jury und dem Publikum vorzustellen. Die Jury gibt den jungen Entwicklern konstruktives Feedback und verleiht Medaillen für verschiedene Kategorien. Für die besten sechs Spiele gibt es neben der Ehre auch noch den „Communitypreis“, den Acagamics Game Award, zu gewinnen.

Der Wettbewerb wurde im Hörsaal der Fakultät für Informatik (FIN) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ausgetragen. Präsentiert wurden Computerspiele von jungen Spieleentwicklern. Die insgesamt sechs verschiedenen Spiele standen für die Besucher des Acagamics Awards zum Testen und Spielen bereit. Auf einer großen Leinwand wurden sie der Reihe nach vorgestellt und ihre Spielweise erklärt.

Zum zweiten Mal findet die Veranstaltung statt. Der diesjährige Initiator, Bastian Ganze, und der Verein Acagamics e. V., der 130 Mitglieder umfasst, sind für die Organisation zuständig.

„Das Ziel der Veranstaltung und des Vereins ist es, die Spielentwickler zu motivieren, um die Spieleentwicklung in Deutschland zu verbreiten. Denn allgemein kommen in Deutschland weniger Spiele raus als zum Beispiel in den USA. Das wollen wir ändern“, so Bastian Ganze.

Wer sein Spiel zur Bewertung einreichen möchte, muss jedoch auf ein paar Kriterien achten. Das Spiel darf vor Einreichung noch nicht publiziert sein und man sollte nicht länger als ein Jahr vor der Einreichung einen öffentlichen Zugriff darauf haben. Ansonsten kann jeder teilnehmen, der gerne programmiert.

Besonders interessant ist, dass der Verein auch Veranstaltungen an der Universität Magdeburg anbietet, bei denen Studierende lernen können, wie man Spiele entwickelt. Die Teilnahme an einigen Veranstaltungen wird sogar mit Credit Points (Leistungspunkten) belohnt.

Tobias Benecke, einer der Spieleentwickler, hat das Spiel „Witch Maze“ in einem Teamprojekt im Rahmen seines Studiums entwickelt. „Die Entwicklung hat ein halbes Jahr in Anspruch genommen. Da ist es schön, dass die Veranstaltung eine Plattform bietet, um das Spiel vorzustellen und dem Publikum zu präsentieren“, so Tobias Benecke, der ebenfalls Mitglied des Vereins Acagamics e. V. ist.

Anne Rother und Marie Bofferding studieren Computervisualistik im ersten Semester an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Die beiden Studentinnen spielen begeistert das Spiel „Magnoid“. Gemeinsam wird geknobelt, welcher Spielzug der richtige ist, um unbeschadet zum Ziel zu gelangen. „Ich kann mir gut vorstellen, später auch mal ein Spiel für den Wettbewerb zu entwickeln“, erzählt die junge Studentin Maria Bofferding.

Das Spiel „Magnoid“ hat letztendlich auch den Acagamics Game Award 2015 gewonnen. Die Entwickler können sich jetzt nicht nur mit Ruhm und Ehre brüsten, sondern haben nun auch einen Pokal, den sie stolz präsentieren können.