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CDU-Chef: Partei muss Basis stärker einbinden

Von dpa 02.10.2021, 12:48 • Aktualisiert: 04.10.2021, 22:31
Sven Schulze, Landesvorsitzender der CDU Sachsen-Anhalt, spricht.
Sven Schulze, Landesvorsitzender der CDU Sachsen-Anhalt, spricht. Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Leuna - Sachsen-Anhalts CDU-Landesvorsitzender Sven Schulze hat nach der Schlappe bei der Bundestagswahl eine Weiterentwicklung seiner Partei hin zu mehr Mitbestimmung der Basis gefordert. Es seien mehr Geschlossenheit und Vertrauen nötig, sagte Schulze am Samstag bei einem Parteitag in Leuna. „Es kann doch nicht für eine Volkspartei der richtige Weg sein, dass man nachts um 0.30 Uhr in einer relativ kleinen Gruppe entscheidet, wer Spitzenkandidat der CDU/CSU für den Bundestagswahlkampf wird. Das kann es doch nicht sein.“ Eine breitere Basis hätte für mehr Vertrauen gesorgt, und das sei die Währung der Politik. Es müssten andere Wege zur Entscheidungsfindung gefunden werden.

Zudem müsse die Kampagnenfähigkeit verbessert werden, sagte Schulze. Es gehe nicht nur darum, Plakate aufzuhängen oder Flyer zu verteilen, man müsse flächendeckend bei den Menschen sein und auf Themen vor Ort reagieren. Die Partei müsse den Menschen wieder das Gefühl geben, dass sie ihre Anliegen verstehe.

Schulze forderte, das Bundestagswahlergebnis müsse klar aufgearbeitet werden. „Ich glaube, ein wesentlicher Punkt ist, dass ein gemeinsamer Wahlkampf der Partei nicht stattgefunden hat, weil parteiintern Vertrauen sowohl in Personen als auch in Inhalte gefehlt hat.“ Das Ergebnis sei verheerend und eine Katastrophe gewesen.

In Sachsen-Anhalt kam die CDU am Sonntag auf nur 21 Prozent der Stimmen, das war das schlechteste Ergebnis bei einer Bundestagswahl in dem Land. Bei der Landtagswahl 16 Wochen zuvor hatte die CDU noch 37,1 Prozent der Stimmen auf sich vereint.