Magdeburg (dpa) l Aus Sicht des Kinder- und Jugendbeauftragten des Landes, Holger Paech, sollten junge Menschen stärker bei der Suche nach dem richtigen Weg durch die Corona-Pandemie eingebunden werden. "Das trägt auch zu einem besseren Verständnis von Entscheidungen bei - egal ob vor Ort in den Kommunen, in der Schule oder aber für die Landesregelungen etwa für den Freizeitsport oder die offene Jugendarbeit", teilte Paech am Sonntag in Magdeburg mit. Am Freitagnachmittag hatten bei einer Online-Konferenz rund 40 Kinder und Jugendliche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung sowie Kinder- und Jugendhilfe diskutiert.

"Das Dialog-Forum hat deutlich gemacht, dass Kinder und Jugendliche auch in schwierigen Situationen stets sachlich nach Lösungen suchen. Das ist wohltuend in dieser aufgeregten Zeit", sagte Paech. Es sei deutlich geworden, dass sie nicht allein auf ihre Rolle als Schülerinnen und Schüler reduziert werden wollen. Neben einem Recht auf Gesundheit und Bildung hätten sie ebenso ein Recht auf direkte soziale Kontakte außerhalb der Familie, auf Freizeit und Teilhabe. Mehrere Jugendliche hätten bei der Konferenz gesagt, sie fühlten sich in der Pandemie einsam, isoliert und auch ohnmächtig bis hilflos.

Das Online-Forum des Sozialministeriums, des Vereins KinderStärken in Stendal und des Kinder- und Jugendrings, sei Beginn eines langfristigen Dialogs, hieß es.