Magdeburg (mf) l Nach dem groß angelegten Diebstahl der Daten von Politikern, Prominenten und Journalisten durch einen 20-jährigen Schüler aus Hessen sind auch in Sachsen-Anhalt mehr als 2700 Betroffene zum Großteil per SMS vom Landeskriminalamt (LKA) informiert worden. Sie erhalten damit die Möglichkeit, im Rahmen des Ermittlungsverfahrens der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt einen Strafantrag gegen den Hacker zu stellen.

„Die Betroffenen müssen wenigstens darüber informiert sein, dass ihre Namen und die private Telefonnummer in diesem Rahmen veröffentlicht worden sind“, erklärt Sachsen-Anhalts LKA-Sprecher Andreas von Koß.

Im Land waren unter anderem Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) und SPD-Landeschef Burkhard Lischka von dem Twitter-Datenleck betroffen. Neben Adressen und Telefonnummern wurden auch sensible Daten wie Privatadressen und Briefe via Twitter veröffentlicht.