Schulen und Kita dicht

Als erste deutsche Großstadt greift Halle zu einer solch drastischen Maßnahme: Um die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, schließt die größte Stadt Sachsen-Anhalts von diesem Freitag an alle Kindertagesstätten und Schulen. In Magdeburg musste eine Grundschule schließen, weil eine Mitarbeiterin positiv getestet wurde. In der Altmark ist eine Kita betroffen.  Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird der Start des Sommersemesters in Sachsen-Anhalt auf den 20. April verschoben. Die ersten Tafeln in Sachsen-Anhalt spüren die Auswirkungen des Coronavirus. Supermärkte und Discounter könnten weniger Lebensmittel spenden, weil einige Kunden Essensvorräte anlegen würden.

Für Magdeburgs Kultureinrichtungen gelten ab sofort verschärfte Kontrollen. Sie müssen ab sofort ihre Gäste namentlich erfassen.

Alles zur Corona-Krise in unserem Live-Blog

Corona-Trickbetrüger

Die Ausbreitung des Corona-Virus machen nutzen auch Kriminelle aus.  Nach Angaben der Berliner Polizei haben Senioren in den zurückliegenden Tagen häufiger Trickbetrügereien im Zusammenhang mit dem Corona-Virus angezeigt. Nach bisherigen Aussagen sollen Unbekannte bei älteren Menschen angerufen und sich als Angehörige ausgegeben haben, die infiziert seien und Geld für Behandlung und Medikamente bräuchten. Die Polizei rät unter anderem, niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen zu geben.

Höcke-Flügel im Visier

Der von AfD-Politikern gegründete rechtsnationale "Flügel" ist für den Verfassungsschutz jetzt offiziell ein Beobachtungsfall. Seine wichtigsten Vertreter, der Thüringer Fraktionsvorsitzende Björn Höcke und der Brandenburger Fraktionschef Andreas Kalbitz, seien erwiesenermaßen "Rechtsextremisten", sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang, am Donnerstag in Berlin. Die Einstufung als Beobachtungsobjekt bedeutet, dass die Bewegung mit dem kompletten Instrumentarium nachrichtendienstlicher Mittel beobachtet werden darf. Dazu zählen beispielsweise die Observation und das Anwerben von Informanten. Daten zu einzelnen Personen dürfen gesammelt und gespeichert werden. Was ein Abgeordneter im Plenum oder Ausschüssen sagt, darf allerdings nicht in die Akten einfließen.

Wohin mit 54 Kilogramm Thermopapier?

Konditormeister René Silberbach aus dem Harz hat seit Jahresbeginn alle Kassenzettel aufgehoben. Die Bons der ersten beiden Monate, die die Kunden nicht mitnehmen wollten, wiegen zusammen mehr als 50 Kilogramm. Aber wohin mit dem Papier?

"Judensau" darf nicht bleiben

Einstimmig hat sich de Gemeindekirchenrat von Calbe im Salzlandkreis dafür ausgesprochen, die „Judensau“ nicht wieder an die Nordseite der Stephanikirche anzubringen. In den vergangenen Monaten waren die sogenannten Chimären abgenommen worden, um sie zu restaurieren. Dafür hatte die Kirchengemeinde Geld vom Land erhalten. Während der Restaurierungsarbeiten hat es in der Kirchengemeinde eine Diskussion darüber gegeben, wie die Kirche mit der Skulptur umgeht. Die Figur soll nicht wieder eingebaut werden.