Magdeburg (dpa) l Die Zahl der Diebstahlsdelikte, die von der Wasserschutzpolizei registrierten stieg von 100 im Jahr 2016 auf 133 im vergangenen Jahr. 14 Boote wurden gestohlen - nach 21 im Jahr zuvor. Die Zahl der Diebstähle von Bootsmotoren stieg von 43 auf 57. Die Polizei warnt: Vor allem in den Sommermonaten ist der Motorenklau beliebt.

Landesweit ahndete die Wasserschutzpolizei 2017 laut Statistik rund 1600 Verstöße - vom Schwarzangeln über fehlende Kennzeichnungen bis zu abgelaufenen Papieren und zu schnellem Fahren. Das waren 100 weniger als im Jahr zuvor. Der Anteil der Sportbootschifffahrt lag mit knapp 200 Delikten bei rund 12 Prozent. Etwa doppelt so viele Vergehen (383) wurden in der Berufsschifffahrt festgestellt.

Sechs Menschen verletzt

Unterschiede werden in der Jahresvergleichsstatistik auch beim Unfallgeschehen deutlich. Nach 21 Unfällen 2016 seien im Vorjahr 27 Unfälle registriert worden, sagte der Leiter der Wasserschutzpolizei, Frank Rim. Sechs Menschen seien verletzt worden. „Wir hatten zunehmend Unfälle an Gierseilfähren“, sagte Rim. Wassersportler hielten sich nicht an die Vorschrift, dass sie die an einem Seil über den Fluss fahrenden Fähren nur passieren dürften, wenn diese am Liegeplatz halten.

2017 sei es zu teils lebensgefährlichen Unfällen mit Kanusportlern und Ruderern gekommen. So sei etwa im Juli 2017 ein Dreierkanadier an der Elbfähre Coswig auf die gerade übersetzende Fähre zugefahren und mit dieser zusammengestoßen. Eine Insassin des Kanadiers sei am Kopf verletzt worden. Im August kollidierte ein Dreier-Ruderboot mit der ablegenden Saalefähre Groß Rosenburg. Glücklicherweise sei das Boot nicht gekentert. Im September habe ein Sportmotorboot die Ladeklappe der Elbfähre Sandau gerammt. In 17 der 27 Sportbootunfällen hat die Wasserpolizei den Bootsführern Fehlverhalten und ein Nichtbeachten der Fahrregeln attestiert. In drei Fällen waren Wettereinwirkungen die Ursache, in vier Fällen ein technischer Defekt.

Weniger los auf Unstrut

Insgesamt seien weniger Sportboote auf Seen und Flüssen unterwegs gewesen, sagte Rim mit Blick auf die Zahlen der Schleusen. Vor allem an Saale und Unstrut sei deutlich weniger losgewesen als noch 2016. Rim führte das auf das für Wassersportler ungünstige Wetter mit einem schlechten Sommer zurück.

An Saale und Unstrut sorgten zudem beschränkte Öffnungszeiten der Schleusen für weniger Bewegung auf dem Wasser. „Das bremst den Tourismus“, sagte Rim.