Magdeburg/Halle (dpa) | Die lange Trockenheit geht laut Experten auch an Deichen in Sachsen-Anhalt nicht spurlos vorbei. Je nach Lage seien die Grasnarben der Hochwasserschutzanlagen gelb statt grün. Dies sei bislang nur ein optisches Problem. Die Sicherheit der Deiche sei insgesamt nicht in Gefahr, teilte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz in Magdeburg mit. In Fischbeck (Landkreis Stendal), wo beim verheerenden Elbe-Hochwasser 2013 ein Deichbruch für Schlagzeilen sorgte, ist die Trockenheit nach Angaben der Behörde noch kein relevantes Problem.

Die verstärkten Kontrollen an allen Deichen im Land offenbarten den Angaben zufolge ein sehr differenziertes Bild. Stellenweise sei die Grasnarbe mangels Niederschlägen total vertrocknet. Andernorts verbreiten sich tiefer wurzelnde Kräuter, die Trockenheit länger aushalten könnten. In der Region Schönebeck soll auf insgesamt 26 Kilometern Länge an Anlagen neu ausgesät werden.

Deichschäden haben sich regeneriert

2018, als es in Sachsen-Anhalt extrem heiß und trocken war, sind den Angaben nach an Deichen mit exponierter Südlage Schäden an Grasnarben aufgetreten. Diese hätten sich im Frühjahr 2019 aber auch regeneriert. Zum Landesbetrieb gehören rund 1300 Kilometer Deiche.