Dass für die Gewährung von Dürrehilfen strenge Regeln gelten, ist absolut richtig. Schließlich verwenden Bund und Länder bei ihren Nothilfen Steuergeld ihrer Bürger. Geld sollten daher nur Landwirte bekommen, die es dringend brauchen, um ihre Existenz zu sichern.

Mit den Eck-Vorgaben für die Dürrehilfen stellen Bund und Länder genau das auch sicher. So müssen Betriebe im Vergleich zu den Vorjahren 30 Prozent Verluste nachweisen können. Das ist nachvollziehbar. Der Teufel steckt aber im Detail: So wie kleine Familienhöfe müssen beispielsweise auch die im Osten häufigen Großbetriebe mit vielen Gesellschaftern unterschiedslos Einkünfte ihrer Teilhaber mit Steuerunterlagen offenlegen.

Im Antragszeitraum von nur vier Wochen ist das für viele Betriebe schlicht nicht zu schaffen. Mancher Klein-Gesellschafter etwa hat gar keine Steuererklärung gemacht. Am Ende gehen die Dürrehilfen so am Ziel vorbei, schnelle Hilfen bereitzustellen. Zu Lasten der Bauern im Osten.