Magdeburg (dpa) | Die anhaltende Trockenheit vermiest Pilzsammlern die Saison. Wenn es nicht regne, wüchsen auch keine Pilze, sagte der Vorsitzende des Landesverbands der Pilzsachverständigen in Sachsen-Anhalt, Martin Groß. Anfang Mai habe es noch eine kleine Ausbeute an Frühlingspilzen gegeben. "Seit Mitte Juni ist gar nichts mehr", sagte Groß.

Für die Sommermonate eigentlich typische Pilzarten wie Steinpilze oder Maronen-Röhrlinge seien kaum zu finden. Auch Pfifferlinge habe er noch gar keine gesehen. "Das ist traurig, aber wir können es nicht ändern", sagte Groß. Pilze brauchten zum Wachsen unbedingt genügend Wasser. Die herrschende Sommerhitze sorge dagegen für durch und durch trockene Böden. Besserung sei kaum in Sicht.

Pilzfreunde hoffen auf den Herbst

Dennoch hoffen die Pilzfreunde auf Besserung im Herbst. Wenn es im September und Oktober genug regne, bestünden für die Herbstsorten alle Chancen, sagte Groß. Typische Pilze für die Herbstmonate seien zum Beispiel der am Holz von Bäumen wachsende Hallimasch oder der violette Rötelritterling.

Die Pilzsaison 2018 bezeichnete Groß als die schlechteste seit zehn Jahren. In diesem Jahr sei es für eine abschließende Bewertung aber noch zu früh.