Magdeburg l Ein vermeintliches Foto des CDU-Kreispolitikers Denny Oertel hat im November 2019 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Es zeigt den Gerbstedter (Mansfeld-Südharz) vor dem Ehrenmal auf den Seelower Höhen in Brandenburg – mit Hitlergruß. Das Landeskriminalamt Brandenburg mit Sitz in Eberswalde ist dafür zuständig, zu klären, ob das Bild echt oder eine Fälschung ist. Und das scheint viel Zeit in Anspruch zu nehmen. So teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) auf Anfrage mit, dass mit einem Ergebnis in frühestens sechs Monaten zu rechnen ist.

Gegenüber der „Bild“-Zeitung, die das Foto veröffentlicht hatte, sprach Oertel damals von einer Fälschung. Ob da stimmt oder ob das Foto echt ist, ist bis heute nicht klar. Kurios: Nach Angaben von Staatsanwalt Ingo Kechichian, der sich ebenfalls verwundert über die lange Dauer der Prüfung zeigte, wird der Fall priorisiert behandelt. Das LKA wollte die Gründe für den langen Auswertungszeitraum nicht nennen und verwies lediglich auf das laufende Verfahren. Auch zu der Frage, ob es bereits Erkenntnisse gebe, wollte sich Polizeisprecher Mario Heinemann nicht äußern.

Sollte sich das Foto als echt herausstellen, wird es für Oertel eng. Die Fraktionsspitze im Gerbstedter Gemeinderat hatte bereits angekündigt, dass man sich dann von Oertel trennen müsse.