Siedengrieben l Ungewöhnlicher Einsatz für die Feuerwehren rings um Beetzendorf (Altmarkkreis Salzwedel) am Sonntagabend. Auf einem Acker in der Nähe der Ortschaft Siedengrieben waren zwei Kühe in Eis eingebrochen. Der Grund: durch Landmaschinen hatten sich im Schlamm Vertiefungen gebildet. Diese wurden in den vergangenen Tagen von Eis überzogen. Als die Tiere die brüchigen Flächen betraten, brachen sie knapp 50 cm Zentimeter tief ein und kippten zur Seite. Von allein kamen die Kühe danach nicht mehr auf die Beine.

Tierpfleger Mario Stolle: „Wenn die Kühe so dumm fallen, dann können sie sich nicht mehr drehen." Während für eine Kuh jede Hilfe zu spät kam - sie starb noch vor Eintreffen der Rettungskräfte an Entkräftung - gelang es der Feuerwehr, das zweite Tier zu befreien. Etwa 30 Kameraden kämpften über eine Stunde. Die Kuh wurde mit Rettungsdecken gewärmt und dann vorsichtig aus dem vereisten Schlammloch gezogen. Gemeindewehrleiter Mathias Gose: „Die Motivation, den Tieren zu helfen, war natürlich  groß. Wir haben einen Schlupf um den Bauch der Kuh gelegt, um sie so rausziehen können."

Anschließend versorgte Tierarzt Helge Lose das Rind mit einer Transfusion aus Traubenzucker und einem Schmerzmittel. „Sie ist ganz gewiss ausgekühlt. Jetzt müssen wir sie erst einmal stabilisieren", so Lose. Am Ende waren alle froh, wenigstens eine Kuh gerettet zu haben.