Magdeburg l Sachsen-Anhalts Umweltministerin, Claudia Dalbert (Grüne), hat sich für ein Verbot von privaten Feuerwerkskörpern in zahlreichen Innenstädten ausgesprochen, darunter auch Halle. Wie die Ministerin am Dienstag mitteilte, befürworte sie ein Verbot „privater Knallerei“ zu Silvester. Stattdessen plädiert die Ministerin für „große gemeinsame Feuerwerke“. Müll würde damit reduziert, auch die Belastung durch Feinstaub dürfe man „nicht auf die leichte Schulter nehmen“, betonte sie.

Zuvor hatte die Deutsche Umwelthilfe angekündigt, ein Verbot privater Silvesterfeuerwerke in 31 deutschen Innenstädten zu beantragen. Betroffen sind alle Städte, in denen die Umwelthilfe ein Rechtsverfahren für saubere Luft führt und deren innerstädtische Feinstaubbelastung mindestens 20 Mikrogramm pro Kubikmeter beträgt. Das ist der Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation. Unter den Städten sind Metropolen wie Berlin und Köln, aber auch kleinere Städte wie Passau und Limburg. In München und Berlin wird ein Verbot privater Silvesterfeuerwerke bereits angestrebt.

Gegenwind kommt von der CDU. Andreas Schumann, umweltpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, hält nichts vom Vorstoß der Umwelthilfe. Die Menschen hätten genug von Verboten, wie sie von Grünen und Umweltverbänden immer wieder gefordert würden. Feinstaub müsse mit anderen Mitteln reduziert werden, etwa durch einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Außerdem sei der Vorschlag kaum umsetzbar. Schumann betonte: „Wie soll man das denn kontrollieren?“

International gibt es in vielen Städten Einschränkungen. So dürfen Feuerwerkskörper etwa in Paris weder verkauft noch abgefeuert werden. In Dänemark und Slowenien sind sie generell verboten.