Magdeburg (dpa) l Nach der kurzfristigen Räumung eines Behördengebäudes in Magdeburg wegen Baumängeln ist das Ausmaß der Schäden noch unklar. Fachleute sollten das Gebäude des Landesbaubetriebs im Innenhof des Finanzministeriums im Laufe der Woche genau untersuchen, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag. Geplant sei, zunächst die von Rissen betroffenen Decken abzustützen. Erst dann könnten Akten, Computer und Möbel herausgeholt werden, die sich derzeit noch in den Büros befinden.

Weil in zwei Büros Putz von der Decke gefallen war, hatte das Ministerium eine erste Prüfung veranlasst. Am Freitag hatten die Ingenieure ihr Ergebnis vorgelegt: Risse in mehreren Zwischendecken. Die Experten können nicht ausschließen, dass sich die Rissbildung in andere Teile des Gebäudes fortsetzt. In der Folge mussten rund 100 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlassen, 80 Büros können bis auf Weiteres nicht genutzt werden.

Für die Mitarbeiter werde mit Hochdruck nach einem Ausweichquartier gesucht, sagte der Ministeriumssprecher. Möglicherweise werde ein Beratungsraum im Ministerium zu einem Großraumbüro umfunktioniert. Die Mitarbeiter würden derzeit von zuhause aus arbeiten. Das Landesamt für Bau und Liegenschaftsmanagement (BLSA) ist dafür zuständig, Landesgebäude zu sanieren und Neubauten zu planen. Ob das Gebäude des Landesbetriebs saniert werden kann oder der Abriss droht, hängt laut Ministeriumssprecher vom Ergebnis der Untersuchungen ab.