Magdeburg (dpa) l Bis Ende 2020 sei es möglich gewesen, dass Beamte ihre Pensionierung bis zu drei Jahre aufschieben, sagte Erben der Deutschen Presse-Agentur. Für dieses Jahr seien alle Anträge auf eine freiwillige Verlängerung abgelehnt worden. Das sei unverständlich, sagte Erben. Sachsen-Anhalt habe die Möglichkeit der zusätzlichen Dienstjahre erfolgreich eingeführt, um den Personalmangel bei der Landespolizei abzupuffern. Im Koalitionsvertrag von CDU, SPD und Grünen sei verabredet, diese Praxis beizubehalten.

Das Innenministerium bestätigte, dass es die Möglichkeit nicht mehr gibt. Das Haus von Minister Michael Richter (CDU) begründete den Schritt damit, dass der Personalaufbau greife und Stellen für die Nachwuchskräfte frei gehalten werden müssten. Laut Ministerium waren voriges Jahr 61 Männer und Frauen weiter im Polizeidienst, obwohl sie ihr Pensionsalter erreicht hatten. Aktuell sind etwa 6030 Polizisten und Polizistinnen im Einsatz, Ziel der Koalition sind 6400.