Polizei

Fußballvereine werden nicht an Kosten für Einsätze beteiligt

Von dpa 08.10.2021, 11:24 • Aktualisiert: 10.10.2021, 22:27
Tamara Zieschang (CDU), Innenministerin von Sachsen-Anhalt.
Tamara Zieschang (CDU), Innenministerin von Sachsen-Anhalt. Matthias Bein/dpa/Archivbild

Magdeburg - Sachsen-Anhalts Innenministerium will vorerst keine Gebühren für zusätzliche Polizeikosten bei sogenannten Hochrisikospielen in Fußballstadien verlangen. Das bestätigte ein Sprecher des Hauses von Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) am Freitag.

Die Präsidenten der Rechnungshöfe der Länder und des Bundes hatten sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, Gebühren bei Hochrisikospielen festzusetzen. Bislang hat der Stadtstaat Bremen als einziges Bundesland eine entsprechende Gebührenordnung. „Wir empfehlen, dass auch die anderen Länder solche Gebührentatbestände einführen“, hatte die Präsidentin des Berliner Rechnungshofs, Karin Klingen, erklärt.

In Sachsen-Anhalt sei man schon seit Jahren der Auffassung, dass sich die Bundesländer auf eine einheitliche Verfahrensweise verständigen sollten, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums. Dabei werde man die Situation der Vereine vor Ort berücksichtigen, die über andere Voraussetzungen verfügen würden als Bundesligaclubs. „Mit Blick auf die finanzielle Struktur der beiden größten Fußballvereine im Land wäre es eine Benachteiligung, wenn sie zukünftig an Polizeieinsätzen finanziell beteiligt würden. Dies gilt insbesondere, weil die Vereine gerade erst beginnen, sich von den erheblichen Belastungen wegen der Corona-Pandemie zu erholen“, sagte der Sprecher. Der 1. FC Magdeburg und der Hallesche FC spielen aktuell beide in der 3. Liga.