Gastgewerbe

Gaststättenverband kritisiert neue Lohnersatz-Regelungen

Von dpa 06.10.2021, 14:37 • Aktualisiert: 07.10.2021, 22:53

Schwerin - Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) im Nordosten sieht durch die neue Regelung zu den Lohnersatzleistungen im Quarantänefall die Vertrauensbeziehung zwischen Mitarbeitern und Arbeitgeber beeinträchtigt. Zum ersten November erhalten ungeimpfte Mitarbeiter, die in Quarantäne gehen müssen, keine Lohnersatzleistungen mehr. Um dies umzusetzen müsse ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter jedoch unter Umständen fragen, ob diese geimpft sind, erklärte Dehoga-MV-Präsident Lars Schwarz am Mittwoch. Aber dazu sei der Arbeitgeber nicht berechtigt. Aus Sicht der Dehoga ist die Regelung daher nicht zu Ende gedacht und bringe Spannungen in die Betriebe.

Schwarz ist der Ansicht, dass man mit Mitarbeitern auf Augenhöhe sprechen sollte. Einer Impfpflicht durch die Hintertür steht er daher skeptisch gegenüber. Man solle nicht nachlassen, mit guten Argumenten für das Impfen auf die Menschen zuzugehen. Er wollte auch nicht ausschließen, dass Fachkräfte sich wegen der Regelung gegen eine Beschäftigung in Mecklenburg-Vorpommern entscheiden könnten.