Halle (dpa) l Die Babyklappen in Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau werden als anonyme Hilfsangebote von verzweifelten Müttern nur selten genutzt. Seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2001 seien es 35 Kinder gewesen, teilte das Landesverwaltungsamt in Halle mit. 2019 sei kein Kind aus einem der drei Babynester an die Adoptionsvermittlungsstellen übergeben worden. Die Statistiken dazu seien allerdings nicht eindeutig, weil sie auf Freiwilligkeit in den Adoptionsvermittlungsstellen basierten, hieß es. Inwieweit darübe0r hinaus Kinder in Babynester gelegt wurden, sei nicht bekannt. "Babyklappen und anonyme Geburten seien rechtlich nicht erlaubte, aber geduldete Angebote", sagte die Sprecherin des Landesverwaltungsamtes, Denise Vopel. 

Deutschlands erste Babyklappe wurde vor 20 Jahren am 8. April in Hamburg in Betrieb genommen. Mittlerweile gebe es bundesweit rund 100 solcher Hilfsangebote, mit denen verzweifelte Mütter unerkannt ihre ungewollten Säuglinge in Sicherheit bringen können.