Magdeburg l Das zuletzt immer wieder in die Kritik geratene Bau-und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt (BLSA) bekommt einen neuen Geschäftsführer. Finanzstaatssekretär Klaus Klang (CDU) bestätigte der Volksstimme, dass Andreas Grobe (55) den seit drei Jahren verwaisten Posten übernehmen soll. Er habe sich in einem bundesweit ausgeschriebenen Verfahren durchgesetzt. Grobe, der bereits in vielen führenden Positionen für das Land tätig war, leitet zurzeit das Beteiligungsmanagement im sachsen-anhaltischen Finanzministerium. Die Stelle war auch deshalb so lange vakant, weil ein aussichtsreicher Kandidat 2018 kurzfristig abgesprungen war.

Der zentrale Baubetrieb, welcher beim Finanzressort angedockt ist, ist umstritten. In Ministerien und auch im Landtag wird dessen Arbeit größtenteils schlecht bewertet. Dem BLSA werden millionenschwere Planungsfehler, häufig Zeitverzug bei Bauprojekten und oftmals Unzuverlässigkeit im Zusammenspiel mit anderen Institutionen vorgeworfen.

Jahrelange Verzögerungen

Zu jahrelangen Verzögerungen kommt es etwa beim wichtigsten Polizeineubau, der Inspektion Magdeburg. Das Finanzministerium rechnet mit einer endgültigen Fertigstellung „bis Ende 2025“. Eigentlich wollte man zwei Jahre früher fertig sein. Begründet wird der Zeitverzug unter anderem mit der „sehr hohen Komplexität“ des Bauvorhabens.

Staatssekretär Klang sagte, das BLSA solle wieder „in ruhigeres Fahrwasser kommen“. Die Aufgabenstruktur soll straffer und effizienter werden. Zugleich betonte Klang: „Der weit überwiegenden Teil der Arbeit ist in Ordnung.“ Das BLSA kümmert sich derzeit nach eigenen Angaben um knapp 150 kleine und große Baumaßnahmen. Das Investitionsvolumen beläuft sich in diesem Jahr auf 103 Millionen Euro. Das BLSA hat zurzeit 470 Mitarbeiter.