Egeln l Nachdem bekannt geworden war, dass die Ehle bei Egeln durch chemische Stoffe verunreinigt ist, wurden Bodenproben genommen - zuerst auf dem Gelände der Kindertagesstätte "Bördespatzen" in Egeln, die direkt an dem Bach liegt. Am 13. Februar sollen die Ergebnisse der Bodenproben auf eine mögliche Verseuchung durch krebserregende Stoffe vorliegen. Das erfuhren rund 130 Eltern am späten Dienstagnachmittag auf einer Informationsveranstaltung, zu der die Verwaltung des Salzlandkreises in die Kita eingeladen hatte. Das Objekt war bei einem Hochwasser im Jahr 1994 überschwemmt worden.

Sollte sich durch die Tests herausstellen, dass das Außengelände der Einrichtung belastet ist, biete man den Eltern eine medizinische Untersuchung der Kinder an, kündigte die Amtsärztin des Salzlandkreises, Dipl. Med. Marina Unger, an. Auch die Kita-Erzieher könnten sich dann untersuchen lassen. Zudem werde eine Messung der Innenluft in den Räumlichkeiten der Kita in Erwägung gezogen.

Die Eltern äußerten sich in der Beratung besorgt, dass ihre Kinder beim Spielen im Freien Schaden genommen haben könnten. Bis zum 13. Februar dürfen sie nur im Inneren der Tagesstätte spielen. Darüber hinaus kritisierten mehrere Eltern, dass die Behörden erst jetzt reagieren, obwohl 2015 in den ersten Proben des Ehle-Schlamms bereits Belastungen festgestellt wurden.