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Große Einschränkungen im Bahnverkehr in Sachsen-Anhalt

Auch am Donnerstag müssen sich die Menschen in Sachsen-Anhalt auf starke Beeinträchtigungen im Zugverkehr einstellen.

Von dpa
Der Lokführerstreik sorgt weiter für Beeinträchtigungen.
Der Lokführerstreik sorgt weiter für Beeinträchtigungen. Foto: imago images/HärtelPRESS/Symbolbild

Leipzig - „Der Ersatzfahrplan von gestern gilt unverändert“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Donnerstagmorgen. Wegen des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) fährt demnach bis in die Nacht zum Freitag bundesweit nur einer von vier Fernzügen. Weil es im Osten Deutschlands weniger verbeamtete und damit mehr streikberechtigte Lokführer gibt, kommt es dort zu besonders starken Einschränkungen im Regionalverkehr.

In Sachsen-Anhalt soll es unter anderem auf den Strecken der Regionalzüge RE20 und RE30 zwischen Magdeburg und Uelzen beziehungsweise Magdeburg und Halle, des RE18 zwischen Halle und Jena, des RB76 zwischen Weißenfels und Zeitz und des RB78 zwischen Merseburg und Querfurt zu Beeinträchtigungen kommen. Außerdem betroffen sind die S-Bahnlinien S1 in und um Magdeburg sowie S8 zwischen Halle und Zahna/Jüterbog. Die Deutsche Bahn bittet Fahrgäste, ihre Reisen nach Möglichkeit zu verschieben und sich über Verspätungen und Zugausfälle zu informieren.

Die GDL-Mitglieder streiken offiziell für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Sie fordern unter anderem Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro im laufenden Jahr. Die Bahn will die Erhöhung nach den Milliardenverluten in der Pandemie über eine längere Zeit strecken. In der Belegschaft schwelt außerdem ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt.