Magdeburg l Acht Zeugen und Sachverständige sind geladen. Sie sollen am 13. Oktober 2020 im Landgericht Magdeburg befragt werden. Dann wird nach dreiwöchiger Pause der Prozess gegen den Attentäter von Halle fortgesetzt. Stephan B. werden unter anderem zweifacher Mord und mehrfacher Mordversuch vorgeworfen.

Gutachten der Rechtsmedizin und der Kriminaltechnik sollen besprochen werden. Aber auch Polizeibeamte, die den Attentäter festnahmen, sollen aussagen. Die Ereignisse vor dem Dönerimbiss sollen ebenfalls aufgearbeitet werden. Dort hatte Stephan B. bei seinem rechtextremistischen Anschlag den 20-jährigen Kevin S. erschossen.

Es ist der 16. Verhandlungstag. Der Prozess vor dem Oberlandesgericht Naumburg findet aus Platzgründen in Magdeburg statt. Im Liveticker berichtet die Volksstimme aus dem Gerichtssal.

Mit Sprengsätzen und Schusswaffen hatte Stephan B. am 9. Oktober 2019 versucht, eine Synagoge in Halle zu stürmen. Dort feierten mehr als 50 Gläubige den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. Als sein Vorhaben misslang, erschoss er auf der Flucht zwei Menschen und verletzte weitere, bis er schließlich festgenommen wurde. Stephan B. hat seine Taten gestanden. Er übertrug diese auch live ins Internet.