Handwerk erzielt im dritten Quartal wieder höhere Umsätze
Halle (dpa/sa) - Das zulassungspflichtige Handwerk in Sachsen-Anhalt hat sich im dritten Quartal deutlich erholt vom Einbruch in der Corona-Krise. Die Beschäftigung habe im Vergleich zum Vorquartal um 0,9 Prozent zugelegt und der Umsatz um 11,3 Prozent, teilte das Statistische Landesamt am Montag in Halle mit. Im Vergleich zum dritten Quartal 2019 lag das Umsatzplus demnach bei 0,4 Prozent. Ende September waren allerdings 2,7 Prozent weniger Beschäftigte im zulassungspflichtigen Handwerk tätig als ein Jahr zuvor.
Der Blick auf die Branchen zeigte deutliche Unterschiede: Das Bauhauptgewerbe verzeichnete zwischen Juli und September einen um 3,1 Prozent geringeren Umsatz als im gleichen Zeitraum 2019. Ein klares Plus hingegen gab es im Kraftfahrzeuggewerbe mit plus 6,4 Prozent und im Gesundheitsgewerbe mit plus 5,5 Prozent. Im Vergleich zum vom Lockdown geprägten zweiten Quartal machte das Kfz-Gewerbe 30,7 Prozent mehr Umsatz, das Gesundheitsgewerbe 17 Prozent mehr.
Für den außergewöhnlichen Umsatzsprung im Kraftfahrzeuggewerbe nannten die Statistiker Nachholeffekte nach dem Corona-Einbruch, die zum 1. Juli in Kraft getretene Mehrwertsteuersenkung und die ebenfalls seit Juli geltende Umweltbonusprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride. Nachholeffekte habe es auch bei Augenoptikern und Friseuren gegeben.