Heimkinder bekommen erste Taschengelderhöhung seit 27 Jahren

Von dpa
Eine Frau hält Geldscheine und Münzen in der Hand.
Eine Frau hält Geldscheine und Münzen in der Hand. Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Halle - Sachsen-Anhalt zahlt Kindern, die in Heimen oder in Pflegefamilien leben, seit dem 1. Juli mehr Taschengeld. Es ist die erste Erhöhung seit 1994, wie die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Freitag) berichtet. Nach Angaben des Landessozialministeriums profitierten davon 4100 Kinder und Jugendliche. Die alten Sätze lagen im bundesweiten Vergleich am niedrigsten, wie es weiter heißt. Vor allem für ältere Kinder sei der Zuwachs beträchtlich: 17-Jährige bekommen demnach jetzt zum Beispiel monatlich 68 statt 38,35 Euro. Mit den neuen Werten liege Sachsen-Anhalt nun im Mittelfeld der Länder.

Die Linksfraktion im Landtag, die eine Erhöhung angemahnt hatte, sieht eine Gerechtigkeitslücke geschlossen. „Das war allerhöchste Eisenbahn“, sagte die Sozialpolitikerin Monika Hohmann der Zeitung.