Himmelfahrt: Autogottesdienst und Corona-Kontrollen
Magdeburg (dpa/sa) - In ganz Sachsen-Anhalt feiern Christen den Himmelfahrtstag. Zwar mussten wegen des Coronavirus für Donnerstag viele Veranstaltungen abgesagt werden. Anders als zu Ostern sollen aber zumindest Protestanten Himmelfahrt auch in Gottesdiensten und Andachten feiern können. Das kündigten die Evangelische Landeskirche Anhalts und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) an. Die Katholische Kirche verzichtet hingegen wegen Corona weiterhin auf öffentliche Gottesdienste, wie der Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige, mitteilte.
Protestanten wollen unter anderem auf Kirchwiesen, in Pfarrgärten und in einer Kirchenruine feiern. Die Gemeinden sollen dabei genau auf die Hygiene- und Abstandsregeln achten. Am geringsten dürfte die Ansteckungsgefahr im Freilichtmuseum Ferropolis in Gräfenhainichen (Landkreis Wittenberg) sein: Auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus soll es einen Autogottesdienst geben. Die Christen glauben, dass Jesus Christus am 40. Tag nach Ostern in den Himmel aufgestiegen ist.
Der Tag hat in Deutschland aber auch eine andere Bedeutung: Männer feiern - oft mit exzessiven Trinkgelagen - den Vater- oder Herrentag. Viele Kommunen haben angekündigt, in Gaststätten und auf öffentlichen Plätzen verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren.
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